Zahnsteinentfernung & Prophylaxe für Hund und Katze

Zahnreinigung und eingehende Untersuchung von Maul und Zähnen in der Tierarztpraxis Sonnenallee Berlin Neukölln

Zahnbeläge (Plaque) verfestigen sich zu Zahnstein wenn sie nicht durch Putzen regelmäßig beseitigt werden. Die sich darin vermehrenden Bakterien sind schädlich für Zähne und Zahnfleisch, wodurch sich schnell eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entwickeln kann. Wird der Zahnstein nicht entfernt und die Gingivitis behandelt kann es zur Parodontitis, der bakteriellen Infektion des Zahnhalteapparates, kommen. Es drohen neben Zahnverlust auch langwierige Folgen im gesamten Organismus (Herzklappen/Leber/Nieren).

Deswegen ist regelmäßige professionelle Zahnreinigung und Parodontitis-Prophylaxe bei Hund und Katze, genau wie beim Menschen, sehr wichtig für die Gesundheit.

In unserer Tierarztpraxis in Berlin Neukölln führen wir zuerst eine gründliche Untersuchung des Mauls und der Zähne durch. Zahnfleisch, Zähne und Maulschleimhaut werden beurteilt, die Tiefe der Zahnfleischtaschen wird gemessen. Mittels Röntgen erfolgt die Beurteilung des Kieferknochens und der Zahnwurzeln. Bei Katzen ist dies in jedem Fall zum Ausschluss von FORL nötig. Bei der Zahnsteinentfernung wird der Zahnbelag mit einem Ultraschallreiniger entfernt, hierbei kommen mit unserem modernen Gerät verschiedene Ultraschallspitzen zum Einsatz. An manchen Stellen wird zusätzlich per Hand mit dem Scaler nachgearbeitet. Danach werden die Zahnhälse und eventuelle Zahnfleischtaschen mit speziellen Handinstrumenten von Zahnstein befreit und geglättet. Da nach einer Zahnreinigung die Zahnoberfläche aufgeraut sein kann führen wir abschließend eine gründliche Politur der Zähne durch. Die glatte Oberfläche verlangsamt somit die Neuanlagerung von Plaque.

Sollten bei der Untersuchung sehr tiefe Taschen auffallen, müssen diese mit spezieller Parodontalbehandlung versorgt werden oder der betroffene Zahn wird gezogen.

Ausschlaggebend für die Verhinderung der Zahnstein und Plaque Neubildung ist regelmäßiges Zähneputzen !

Zahnputz-Information für Hunde und Katzen

Regelmäßiges Zähneputzen ist die einzige wirklich wirksame Möglichkeit Plaque, Zahnstein und den damit verbundenen Folgen vorzubeugen. Spezielle Futter, Futterzusätze und Kauartikel können zwar unterstützend wirken, sind aber nicht so effektiv wie Zähneputzen. 

Tier und Mensch sind hier sehr ähnlich! Noch kein Menschenzahnarzt hat je gesagt Sie können auf das Zähneputzen verzichten, wenn sie zB. ein spezielles Kaugummi kauen....

So gewöhnen Sie Ihr Tier an das Zähneputzen

  • Beginnen Sie langsam und mit viel Geduld. Die Eingewöhnungsphase ist über den Zeitraum von einem Monat anzusetzten. Sie können nach und nach z.b. in folgenden Schritten vorgehen: 

  • Streicheln Sie vorsichtig über die Schnauze Ihres Tieres und heben Sie kurz die Lefzen an.

  • Berühren Sie zunächst nur kurz die Außenseiten der Zähne mit dem Finger. Steigern Sie die Dauer langsam.

  • Lassen sie Ihr Tier an einer für Hund und Katzen geeigneten Zahnpasta lecken. Nie Menschenzahnpasta verwenden. 

  • Zahnbürste kennenlernen: Verwenden Sie eine weiche, kleine Baby-Zahnbürste oder eine spezielle Tierzahnbürste. Eine Tier- Ultraschallzahnbürste ist möglich, muss aber nicht sein. Manche Tiere reagieren empfindlich auf diese Art der Zahnbürste. Streichen sie eine leckere Paste auf die Bürste und lassen sie diese vom Tier ablecken. Putzen Sie zunächst nur wenige Zähne und nur sehr kurz. Verlängern Sie die Dauer nach und nach langsam.

  • Ideales Ziel ist tägliches Zähneputzen, mindestens jeden 3. Tag. Kurze Dauer ist ausreichend. 

  • Besser kurz und häufig als selten und lang ! 

Zur Putztechnik: 

  • Putzen Sie vor allem die Außenseiten der Zähne, da sich dort besonders häufig Plaque ansammelt, wenn möglich aber auch die Innenseiten.

  • Achten Sie darauf auch die hinteren Backenzähne zu erreichen. Manchmal kann es etwas schwierig sein weit hinten im Maul in die Backentasche zu gelangen. Nehmen sie dann eine Bürste mit möglichst kleinem Kopf. 

  • Gehen Sie behutsam vor und üben Sie keinen starken Druck aus.

  • Für alle Übungen gilt : Beenden Sie die Übung positiv und belohnen Sie Ihr Tier. Zwingen Sie Ihr Tier nicht – Angst und Stress erschweren die Eingewöhnung.

Erlaubt das Tier eine Bürste gar nicht, können die Zähne mit Reinigungsgel und einer Gaze abgerieben werden. 

Wenn das putzen gut klappt können Sie versuchen nach der modifizierten Bass Technik zu putzen: 

Ansatz im 45-Grad-Winkel: Setzen Sie die Bürste am Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch an (im Oberkiefer leicht nach oben, im Unterkiefer nach unten geneigt). 

Sanftes Rütteln: Führen Sie auf der Stelle kleine, vibrierende Rüttelbewegungen aus, ohne zu fest zu drücken. Dadurch löst sich der Belag in den Zahnzwischenräumen und am Rand. 

Auswischen : Drehen Sie den Bürstenkopf leicht weg und wischen Sie den gelösten Belag von „Rot nach Weiß“ (vom Zahnfleisch in Richtung Kaufläche). 

Abschnitt für Abschnitt: Reinigen Sie immer nur ein bis zwei (oder zwei bis drei) Zähne gleichzeitig, bevor Sie ein Stück weiterwandern. 

Kauflächen und Innenfront: Putzen Sie die Kauflächen mit Hin- und Herbewegungen. Die Innenflächen der Frontzähne reinigen Sie mit senkrecht (hochkant) aufgestellter Bürste.